Oktober bis Dezember 2018

Die Zeit im Rio vergeht wie im Fluge. Zwischen Kampf mit der Marina die Mr.Grey wieder fit machen sollte (und schlicht die Bestellungen der Teile in Europa versammelt hat) und den Inlandsreisen sind wir fast angewachsen und auch träge geworden. Wir müssen zusehen, dass wir wieder frischen Segelwind unter unsere Arme bekommen…

Gut, dass wir im Februar 2019 einen festen Termin auf Isla Mujeres haben. Bis dahin muss einfach alles fertig sein.

Weihnachten und Sylvester im Rio waren so ganz anders wie in Martinique. Die feuchtwarme Atmosphäre erinnert noch weniger an Weihnachten wie wir es kennen und lieben. Trotzdem hatten wir mit befreundeten Seglern eine wunderschöne Zeit. Am 2.Weihnachtsfeiertag habe ich kurzerhand ein Ravioli Workshop ins Leben gerufen, natürlich mit anschließender Feier….

Die erste Station soll Isla Mujeres werden, Cancun und Mexico Festland sollen folgen… die Reise zu planen macht froh!!

Juni 2018

Ende Juni haben wir uns auf den Weg gemacht unsere Freunde in den USA zu besuchen. Gestartet sind wir aber mit Antigua, der ehemaligen Hauptstadt Guatemalas. Dort gab es ja nur wenige Wochen zuvor einen bösen Vulkanausbruch. Über 100 Menschen fanden den Tod. Auch während unseres Besuches in der Stadt gab der Fuego keine Ruhe….Rauch und Aschewolken spie er aus. Beeindruckend aber auch beängstigende Bilder sah man dort. Die Stadt ist zwar touristisch gut erschlossen, doch hat sie ihre Ursprünglichkeit nicht eingebuest.

Mit dem Nachtflieger ging es nach Newark!

Mit Steve und seiner lieben Familie haben wir uns zwei wunderschöne Wochen verbracht. Von Boston, Newport, Block Island, Rhode Island, Cape Cod und Providence waren die Orte die wir auf der Ostküste besucht hatten. Besonders Cape Cod hat uns sehr gut gefallen. Wir hatten an manchen Stellen gedacht wir wären auf Sylt…..auch die Form der Halbinsel ist ähnlich.

Von Boston aus sind wir dann nach Oarkland geflogen , um uns mit Ian und seiner Familie zu treffen. Ian kennen wir aus unserer Zeit in Spanien, mit ihm hatten wir einen kleinen Zusammenstoß. Bei einer Windbö sind wir mit unserem Bug auf sein Heck gebollert. Daraus hat sich eine schöne Freundschaft entwickelt. Alles Schlechte hat sein Gutes…so verbrachten wir mit ihm 10 wunderschöne Tage in Kalifornien. Alleine hatten wir uns die verschiedenen Weingüter in Sonoma angeschaut (auch ausprobiert logisch) und haben dabei zwei sehr nette Amerikanische Hosts Airbnb kennengelernt. Diese Art zu reisen war Janno immer suspect, aber mittlerweile mag er es, weil wir schon tolle Erlebnisse hatten. Sue und Blaise sind herzlich und superbemüht ….Wer einmal in Kalifornien ist muss Station bei den beiden machen!! At Ease Sonoma…Sue and Blaise..Penngrove

Mit Ian haben wir dann von den Red Woods über das Eisenbahnmuseum in Sacramento und dann natürlich Lake Tahoe und Kirkwood ein Wintersportgebiet besucht. San Francisco haben wir auf eigene Faust gemacht, aber da muss ich sagen….man war das kalt! Wir hatten nur 14 Grad…..und mit der S-Bahn zu Ian waren es Gerade mal 40 min, dort hatten wir 30 Grad. Also vollkommen mit den falschen Klamotten los….naja.

Ian hatte sich dann noch eine Paella zum Abschied gewünscht (hatte er mal bei mir in Spanien gegessen). Zu 7 haben wir dann ein Berg Meeresfruechte mit Reis verputzt.

Grad lecker wars……

Nach Walnut Creek haben wir unsere eigenes Programm gestartet, sind dann noch nach Los Angeles und Las Vegas. Beides war sehr anstrengend da Unmengen von Menschen um uns rum. Kann man als Boat People nicht mehr ganz so ab.  

Ende Juli 2018 erreichen wir glücklich unser Zuhause….

Guatemala Rio Dulce

 

Seit Ostern sind wir nun Gäste des Rio Dulce. Von Anfang an waren wir von der Natur, den Menschen und der Stimmung hier gefangen. Der Rio frisst Segler….das sagen die Leute hier. Wer hierher kommt um die Hurikan Saison zu überbrücken wird von einer Faszination gepackt die einen schlecht wieder los fahren lässt. Schnell bekommt man hier Kontakt zu den anderen „Gringos“ (damit meinen die Guatemalteken uns weiße Ausländer)….Kanadier, Engländer, Amerikaner und auch einige Deutsche haben sich hier in der Gringo Bay niedergelassen. Grundstücke gekauft und schöne Häuschen gebaut. Da gibt es z.B. Jennifer, sie lebt seit 35 Jahren hier und ist ein Urgestein Gringo, wird von allen Einheimischen und Zugezogenen verehrt und geachtet. Sie hat seit sie hier lebt viel für die Einheimischen bewegt. So hat sich auch für die Gehörlosen Kinder durchgesetzt, dass es auch eine Schule für sie gibt. Wie auch auf den karibischen Inseln gibt es doch auch hier das Problem des familiären Inzests. Somit auch das Thema mit Behinderungen. Jennifer setzt sich bis heute für die Kinder mit Handicap ein. Eine bemerkenswerte Frau und Künstlerin ist sie auch noch. 

Oder Wolfgang und Beate, die sind wie wir mit dem Segelboot gekommen und sind hängen geblieben. Ein traumhaftes Grundstück am Golfete mit dem spektakulären Sonnenuntergang. Beneidenswert!!

Aber bevor wir weiter in das süße Leben abtauchen gibt es noch einiges zu tun. Der Mast muss gelegt werden und die Reparaturen in Auftrag gegeben werden. Den Schaden den wir zwischen St. Lucia und Kuba erlitten haben wird von der Versicherung nicht getragen. Begründung: die Werft hat Scheiße gebaut und schlecht gearbeitet. Die Empfehlung von der Versicherung….streiten sie mit Hanse! Was sind das für Aussagen. Dass Hanse eine Schuld trifft ist unbestritten, aber uns hat schließlich ein Sturm erwischt und die Schäden sind dadurch entstanden! So redet sich der eine wie der andere raus, die Leittragenden sind: na Logo die dummen Kunden!! 

Mit der Ram Marina haben wir hier eine sehr, sehr gut ausgestattete Marina mit allem drum und dran. Der Mast wird professionell gelegt und ins Sommerlager verbracht. Da wir hier in der kleinen Monkey Bay Marina den längsten Mast haben wollen wir lieber keinen Blitzeinschlag provozieren, Schäden haben wir bei Gott genug!

Mr.Grey wird kurzfristig zum Motorboot umgebaut und mit einem selbstgebauten Gerüst nebst Schutzfolie versehen. Das gibt uns Sonnenschutz und für´s Teak Deck ist es allemal besser. Die zwei heißesten Monate sehen nun an…. April und Mai.

Kurzentschlossen brechen wir hier unsere Zelte ab und fliegen nach Deutschland. Ersatzteile und Kartenmaterial werden via Internet bestellt und an die alte Heimatadresse geordert. Unsere lieben Nachbarn Fred und Evelin nehmen freundlicherweise all unsere Pakete an. 

Die Zeit in Deutschland und Dänemark verfliegt im nu, aber uns beide beschleicht das merkwürdige Gefühl relativ schnell: wir wollen wieder auf unser Böötle…..Mr.Grey ist doch mehr Zuhause geworden wie wir gedacht hatten.

Seit Mittwoch dem 16.5.18 sind wir also zurück und die Brüllaffen, Boa Constrictors, die Pfauen, Hühner, Katzen, Hunde begrüßen uns herzlich in der kleinsten Marina die wir kennen. Maximal 23 Boote finden hier Platz, aber man muss auf nichts verzichten. Eine Außenküche mit großem Grill lädt zum gemeinsamen kochen/grillen ein. Der Aufenthaltsraum ist Treffpunkt für den allabendlichen Sun Downer…sehr gemütlich und familiär alles. Aktivitäten gibt es zu Hauf, die Segler hier feiern gern und viel